2 Glaubenssätze, die Deinen Beziehungen schaden
- Jessy Loranger

- 13. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Aug.

Heutzutage werden in vielen Ansätzen, die persönliche und spirituelle Entwicklung versprechen, zahlreiche Glaubenssätze wahllos verbreitet. Manche davon sind so erfolgreich, dass sie fast jedem bekannt sind und von fast jedem wiederholt werden, der sich in diesen Kreisen bewegt.
Hier möchte ich mich mit zwei bestimmten Glaubenssätzen befassen, die den Bereich der Beziehungen (ob partnerschaftlicher, freundschaftlicher oder anderer Art) betreffen und die auf den ersten Blick gut oder sogar „hochstehend“ klingen, letztendlich aber mehr schaden als nützen.
So akzeptiert zu werden, wie man ist
Erstens, dass man vom anderen so akzeptiert werden sollte, wie man ist. Ich verstehe und stimme der Vorstellung zu, dass jeder von uns einen inneren Wert hat und es verdient, geliebt zu werden. Zu sagen, man solle von dem Menschen, mit dem man sein Leben teilen möchte, genau so akzeptiert werden, wie man ist, ist jedoch irreführend. Das klingt so, als bräuchte man keine innere Arbeit zu leisten, sich nicht zu verbessern und sich keine Mühe geben, um die Beziehung so angenehm wie möglich zu gestalten: „Ich bin nun mal so, der andere muss das akzeptieren!“ Das ist nicht wahr. Als Therapeut, dessen Aufgabe es ist, Menschen dabei zu helfen, sich zum Besseren zu verändern, kommt es mir sehr seltsam vor zu sagen, man solle so akzeptiert werden, wie man ist!
Wir alle tragen emotionale Verletzungen in uns, die zu weniger als perfekten Einstellungen und Verhaltensweisen führen. So wie wir sind, lässt sich damit in der Regel keine harmonische und gleichberechtigte Beziehung auf Dauer führen: Dafür muss man an sich arbeiten, sich Mühe geben.
Tatsächlich gibt es nur eine einzige Phase in unserem Leben, in der es legitim ist, zu erwarten, dass man genau so akzeptiert und aufgenommen wird, wie man ist, ohne sich dafür Mühe zu geben ...
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